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„Man muss zu 100% hinter seiner Idee stehen!“ Im Talk mit Phantom Athletics-Gründer Dominique Wenger

Noch vor Kurzem waren sie in der TV-Show „2 Minuten, 2 Millionen“ zu sehen und haben ein Investment von insgesamt 680.000€ angeboten bekommen. Die Rede ist von Phantom Athletics, jenes Unternehmen, das die bekannten Trainingsmasken herstellt. Wir haben Dominique Wenger, CEO, erreicht und mit ihm gequatscht – über Backstage-Details, Nervosität, viel harte Arbeit und natürlich das Investment!



Hi Dominique, uns interessiert natürlich brennend: Wie war´s bei „2 Minuten, 2 Millionen“?

Es war supercool und hat richtig viel Spaß gemacht! Es war das erste Mal, dass wir live im Fernsehen waren, nicht nur in einem Fernsehbericht. Das war sehr lustig. 


Im Fernsehen zu sein, ist ja eine außergewöhnliche Erfahrung. Was hat euch im Studio erwartet?

Man kommt dahin und führt etliche Interviews, muss auch zum Beispiel Dinge ein paar Mal in unterschiedlichen Kameraeinstellungen machen. Also das Auto dreimal ausräumen, bis das Team alle Winkel abgefilmt hat und den Beitrag dann optimal schneiden kann. Es ist halt eine Fernsehshow, da werden schon ein paar Sachen gestellt. (lacht.) 

Wir mussten auch öfters jubeln oder „Gespräche“ mehrere Male führen. Da gibt’s dann Anweisungen: „Jetzt seid ihr mal ein bisschen ernst, nachdenklich oder lustig“. Dann geht’s ab in die Maske, backstage und dann geht’s auch schon los.


Und wie es losgegangen ist! Ihr habt ein Investment von 380.000€ + nochmals 300.000€ von der 7Ventures Gruppe angeboten bekommen. Was ist daraus geworden?

Nach intensiven Verhandlungen, haben wir leider beschlossen, das Investment abzulehnen. 


Das ist ja Schade! Aus welchen Gründen, ist die Zusammenarbeit denn nicht zustande gekommen?

Wir haben uns gemeinsam mit den Investoren viel ausgetauscht und intensiv beraten. Am Ende lagen wir aber strategisch nicht zu 100% auf derselben Wellenlänge. Ich muss aber auch sagen, dass wir bei „2 Minuten, 2 Millionen“ nicht mitgemacht haben, um ein großes Investment zu bekommen, sondern um einen erfahrenen strategischen Partner zu finden. Sprich, der uns dabei hilft, unsere Marke in neue Märkte zu tragen. Und da konnten wir leider keine gemeinsame Vision, keine gemeinsame Linie finden. Das ist schade, aber ok.


Wenn man das Angebot im TV sieht, denkt man automatisch: Investment? Abgemacht per Handschlag, das ist fix… 

In der Sendung wird per Handschlag ein Angebot abgegeben, das ist richtig, aber natürlich ist dabei noch nichts unterschrieben. Beide Parteien können selbstverständlich später noch zurücktreten. Wenn man also im Gespräch bemerkt, dass Investor und Unternehmen in ihren jeweiligen Ideen nicht ganz zusammenpassen, kann man ablehnen. 


Aber ihr habt euch mit genau den Investoren an einen Tisch gesetzt und gesprochen, die man im TV sieht? 

Ja genau. Alle, die dem Investment zugestimmt hatten, waren da. Grundsätzlich ist es so: Du tauschst nach der Show Kontaktdaten aus, man trifft sich dann zu Verhandlungen und schaut, ob man zusammenkommt. Die Gespräche waren wirklich sehr nett, superfair und interessant. Schlussendlich haben wir uns aber eben darauf geeinigt, dass wir nicht zusammenarbeiten werden.


Hand auf´s Herz: Wie nervös warst du?

Gar nicht komischerweise! (lacht.) Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Nervosität kommt. Sie ist aber ausgeblieben.


Auch nicht als du vor die Investoren getreten bist?

Nein. Aber es ist schon sehr spannend und aufregend, wenn du rausgehst und auf die Investoren triffst. Da hast du dann wirklich nur einen Take – da wird nix mehr öfters wiederholt bis es für die Kameras passt. Da wird´s ernst. Du gehst da raus, hast deine 2 Minuten. Das heißt, wenn du das versemmelst, versemmelst du es vor ganz Österreich im Fernsehen. (lacht.)


Das heißt, du hast dich ganz speziell auf die Sprechzeit von 2 Minuten vorbereitet.

Jaja, das haben wir perfekt vorbereitet. Ich hab´s sehr, sehr oft geübt.


Es gab ja auch schon einen Bericht über euch bei Galileo. Habt ihr Pläne oder Anfragen für weitere TV-Shows?

Im Moment eigentlich nicht. Es kommen aber einige Interview-Anfragen rein. In Fitness- und Lifestyle-Magazinen sind wir immer wieder mal vertreten. In der Men´s Health zum Beispiel.


Die Trainingsmaske ist euer Bestseller schlechthin, neben Fitnessbekleidung und Equipment für die Fight-Branche.

Ja genau, das ist unser wichtigstes Produkt.



Und wie seid ihr denn auf die Idee mit der Trainingsmaske gekommen?

Wir haben selber immer schon sehr viel Sport gemacht und das Thema Atmung ist da natürlich superwichtig. Dabei sind wir irgendwann auf die Notwendigkeit des Atemmuskulatur-Trainings gestoßen. Und dann haben wir versucht, wie wir Sportlern dieses Atemmuskulatur-Training im Alltag zugänglich machen können. Dabei ist dann die Phantom Trainingsmaske herausgekommen.


Gibt´s eigentlich noch die ersten Versuche und Prototypen?

Oh ja, die gibt’s sicher noch irgendwo. (lacht.)


Wie lange habt ihr für die Entwicklung gebraucht?

Fast ein Jahr.


Eine Maske zu tragen kostet in der Öffentlichkeit schon einige Überwindung. Spielt euch da die Corona-Krise nicht auch ein bisschen in die Karten?

Absolut, weil auf einmal die Abneigung gegen Masken nicht mehr relevant war. Jeder musste ja jetzt welche tragen. Es war auf einmal normal. Es berichten uns auch viele User, dass sie die Erfahrung gemacht haben, dass sie jetzt nicht mehr so schräg angeschaut werden, wenn sie mit der Phantom Trainingsmaske ihr Workout absolvieren. Die Krise hat auf jeden Fall die Akzeptanz vergrößert.


Steht in absehbarer Zeit eine Phantom-Innovation ins Haus?

Wir haben letztes Jahr die Trainingsweste gestartet. Das ist unser zweites großes Produkt und arbeitet für die gesamte Muskulatur des Körpers – auch wieder eine Art Widerstands-Training. Das Tragen macht dein Workout einfach härter und intensiver. Und in genau diese Richtung haben wir schon ein paar weitere Produkte in der Entwicklung – da möchte ich aber noch nicht zu viel verraten. Es kommen heuer noch ein, zwei Produkte von uns auf den Markt.


Ermutigst du junge Unternehmer dazu, ihre Idee umzusetzen und ein Produkt auf den Markt zu bringen? Auf was muss man sich da vorbereiten?

Absolut, tu es! Ich glaube in der heutigen Zeit ist es so einfach wie noch nie, sich selbst zu verwirklichen. Alle Möglichkeiten stehen offen, um auch ohne viel Budget durchzustarten und ein Produkt zu launchen. Du kannst es dir irgendwo produzieren lassen, selbst designen und über diverse Social Media-Seiten anbieten und verkaufen. Du kannst dir so eine Community und Fanbase aufbauen. Auf der anderen Seite führt das aber auch dazu, dass die Konkurrenz wesentlich größer ist. Dadurch, dass es so easy ist, kann es halt jeder machen. Da gibt es leider auch extrem viel Mist am Markt. Und ziemlich viele Kopien. 


Was würdest du Start-ups mit auf den Weg geben, um erfolgreich hervorzustechen? 

Ich glaube man darf nicht vergessen, worum es wirklich geht: Viel Arbeit, harte Arbeit, konsequente Arbeit! Und dann werden sich die durchsetzen, die einen ehrlichen, guten Job machen. Die, die den Kunden einen Mehrwert bieten und nicht aufs schnelle Geld aus sind. Man sollte machen, was einem wirklich Spaß und Freude macht, etwas, wofür man in der Früh gern aufsteht. Als Selbstständiger wird es nicht einfacher. Man wird mehr arbeiten, man wird unruhiger schlafen, man hat Sorgen, Probleme. Man wird mal viel Geld haben, dann wieder gar keins. Und dann muss man einfach zu 100% hinter seiner Idee stehen. Dass man auch mal einen 16-Stunden-Tag hat, darf einen nicht stören. Man muss mit Feuereifer und Leidenschaft, mit vollem Einsatz dabei sein.



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